Montag, 16.06.2008
Mora
Der heutige Tag begann mit einem wahnsinnig genialen Frühstück im Hotel, zu dem das Hostel gehört. Neben Toast, frischem Brot, Wurst, Käse, Pastete, Gemüse, Joghurt und Müsli gab es auch weiche Eier.(C:“Ich bin begeistert!“)
Nachdem wir uns eine Stunde lang den Bauch vollgeschlagen haben, packten wir unsere Rucksäcke, checkten aus und verstauten das Gepäck im Hotel.
Danach marschierten wir in die Stadt und schauten uns die dortigen Geschäfte an. Typisch für Mora sind die sogenannten Dala-Pferde, die von Hand geschnitzt und bemalt werden.
Mora selbst ist eine schnucklige kleine Stadt am See oder mit den Worten von Carina: „Ich bin begeistert!“
Um ca. halb 2 holten wir unser Gepäck aus dem Hotel und gingen zum Bahnhof. Dort gönnten wir uns zusammen noch einen kleinen Snack.
Schließlich stiegen wir in den Inlandsbananzug ein und begannen unsere Reise nach Östersund.
Mora-Östersund
Das tolle an der Inlandsbana ist, dass es sich um einen im Prinzip reinen Touristenzug handelt. Deshalb bleibt er auch ab und zu stehn um sich eine Sehenswürdigkeit anzuschauen.
Der Zug besteht eigentlich nur aus 2 Waggons und es gibt soetwas ähnliches wie einen Guide, der immerwieder an der Strecke liegende Dinge erklärt.
Als wir einstiegen setzen wir uns gleich einmal auf einen 3er Platz verstauten unser Gepäck und nahmen uns die vorhandenen Brochüren vor.
Neben einem Magazin mit Tips und Übernachtungsmöglichkeiten an der Strecke, gab es auch noch eine Fahrplan Ausdruck und eine Speisekarte.
Natürlich blätterten wir gleich im Informationsmaterial herum. Die Speisekarte fanden wir dabei besonders interessant.
Entlang der Strecke, sind je nachdem welchen Streckenabschnitt man befährt, Essensmöglichkeiten eingetragen. Will man beispielsweise auf der Fahrt von Mora nach Östersund um 19 Uhr Abendessen, so kann man sich folgende Leckereien vom Zug-Guide vorbestellen lassen:
Elcheintopf à la Big Moose mit gekochten Rödokartoffeln und Preiselbeeren aus Jämtland
Rentiergeschnetzeltes mit gepressten Rödökartoffeln und Preiselbeeren aus Jämtland
Ofenmariniertes Regenbogenforellenfilet aus Jämtland, gekochte Rödökartoffeln mit Dillmajonäse
Der Zug-Guide gibt die Bestellung dann an das an der Bahnstrecke gelegene Restaurant weiter und wenn man bei der Station aussteigt, steht das Essen schon quasi auf dem Tisch.
Auf jedenfall dauert unsere Zugreise von Mora nach Östersund heute fast genau 6 Stunden, in denen wir sogar Zeit und eine Handyverbindung fanden um uns eine Unterkunft in Östersund zu organisieren.
Die Fahrt ansich führte uns einige Kilometer weiter in den Norden hinauf. Die Zugstrecke führte vorbei an vielen Wäldern, Seen und kleinen Städtchen. Um ca. 16 Uhr machten wir einen kurzen Stopp mitten im Wald und marschierten in den Wald hinein. Nach ca. 10 Minuten kamen wir zu einer Bärenhöhle. Danach ging es wieder zurück und die Reise wurde fortgesetzt.
Schliesslich kamen wir zur Pause wo das Abendessen eigenommen wurde.
Da wir nichts bestellt hatten und sich in der kurzen Zeit kein wirklich großer Spaziergang ausgehen würde, setzten wir uns einfach an die Bar.
Carina trank einen Tee und Stefan bestellte sich ein „Stor Stark“, also ein großes starkes Bier. Der Kellner wollte dann wissen was für eines und als wir zum Kühlschrank blickten, sahen wir etwas wunderschönes. Stiegl.
In dieser winzig kleinen Stadt, irgendwo in der Mitte von Schweden, viele hundert Kilometer entfernt von der Heimat, gibt es Stiegl. Unglaublich, wir sind begeistert!
Auf jedenfall hat das Stiegl fantastisch geschmeckt, und eine gute Stunde später checkten wir in unserer Unterkunft ein.
Reserviert hätten wir eigentlich ein Doppelzimmer in einer Pension aber, warum auch immer, wurden wir upgegradet und so bekamen wir ein Zimmer in einem 3 Sterne Hotel zum selben billigeren Preis
Das Zimmer war noch größer als unser letztes …mit so viel Luxus hätten wir ja gar nicht gerechnet.
Auf jeden Fall kamen wir gerade zum Anstoß des Fußballspieles in Zimmer und schalteten dann natürlich gleich unseren Fernseher ein (ein eigener Fenseher…Luxus pur *g*). In der Pause beschlossen wir jedoch doch noch ein bisschen durch die Stadt zu schlendern. Unser Ziel war O’Learys wo wir uns noch die zweite Hälfte angeschaut haben. Und natürlich genau in den 9 min die wir nicht gesehen haben, fiel das entscheidende Tor
Nach dieser Niederlage schlenderten wir noch ein bisschen am See entlang. Ja, auch Östersund hat wieder einen See. Mitterlweilen war es schon 23:00 Uhr jedoch noch immer hell. Das Bild das uns am See offenbarte war einfach schlecht hin einzigartig. So ein Schauspiel wie es hier am Himmel gibt, wird man wohl bei uns zu Hause nie zu Gesicht bekommen. Kurz gesagt, wir sind auch von Östersund „begeistert“
und ein bisschen traurig, dass es morgen gleich in der Früh schon wieder weitergeht.
Tja und da wir morgen deshalb eben früh rausmüssen, werden wir uns jetzt ins Betti hauen. Schlaft gut!!
ps. es ist kurz vor 00:28 uhr und es ist noch immer nicht dunkel .-)
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